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Artikel der Siegener Zeitung über Tabea Zimmermann

Zum Konzert mit dem LSO unter Sir Colin Davis am 18.12.2007 in London (Berlioz, Harold in Italien)

THE GUARDIAN, 17.12.2007 --- Bei einer selbstsicheren Solistin wie Zimmermann kann sich Davis darauf verlassen, dass sie ihrer Stimme Gewicht verleiht, ohne davon viel Aufhebens zu machen, während er die größeren Details formt. Ob sie im ersten Satz im Rampenlicht steht, ob sie dem Pilgermarsch ihre ausschweifenden Kommentare hinzufügt oder ob sie einen winzigen Auftritt hat ehe das abschließende Gelage der Räuber seinen Höhepunkt erreicht - sie findet für alles das perfekte Maß.

THE INDEPENDENT, 17.12.2007 --- Eine ebenso schöne aber in diesem Fall verführerischere Stimme - die von Tabea Zimmermanns Viola - hat sich die Bryoneske Welt von Berlioz' Harold in Italien so komplett zueigen gemacht, dass nur noch schwer vorstellbar ist, jemand anders könnte dieses Werk spielen. Von dem Augenblick an, als ihr großer Mahagoniklang über den schroffen Rand der eröffnenden Berglandschaft trat, war klar, dass dieser Harold sich selbst gefunden hat. Wie gut sie ihren Platz im Bauplan dieses Stückes kennt! Ihre dunstigen Arpeggien im Pilgermarsch (...) waren der Inbegriff der Perfektion, während die Serenade (...) ihre kammermusikalischen Fähigkeiten zur Geltung brachte.

THE TIMES, 14.12.2007 --- Zimmermanns vielseitige Musikalität, ihre Meisterschaft über sowohl das lyrische Seufzen als auch die druckvolle Dringlichkeit garantierte einen besonderen Genuss. Und wie diese Spektral-Arpeggien im Pilgermarsch vibrierten...

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WESTDEUTSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG BOCHUM, 15.5.2007 --- Die Ausnahmemusikerin Tabea Zimmermann wirkte hierin (F.A. Hoffmeister: Konzert D-Dur für Viola und Orchester) als Solistin und Ensembleleiterin. Ihr einerseits unbedingter musikalischer Gestaltungswille und ihre andererseits sensible, inspirierende Kommunikation mit dem Orchester entfachten ein unglaublich vitales Spiel. Die Begeisterung im Publikum war riesig. (...) Für solch ein beseeltes Zusammenspiel ist ohne Zweifel eine Musikerin vom Format einer Tabea Zimmermann vonnöten.


Zur deutschen Erstaufführung von „Monh" von George Lentz, März 2007

WAZ BOCHUM, 12.3.2007 --- Tabea Zimmermanns Spiel atmete, lebte und ließ eine sehr intellektuelle Kompositionsidee zum sinnlichen Hörerlebnis werden.

ONRUHR, 10.3.2007 --- Die Bratschistin beeindruckt durch natürliches, müheloses Spiel trotz höchster technischer und intonatorischer Anforderungen.

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KÖLNISCHE RUNDSCHAU, 12.2.2007 --- Im Zentrum dieses vierten (und letzten) Abends ihrer Porträt-Konzertreihe aber stand die Bratschistin ganz allein, nämlich mit der von ihr selbst initiierten Solosonate von György Ligeti. Während der sechs Sätze dieses erstaunlichen Werks offenbarte sich ihre ganze Meisterschaft. Im äußersten Tempo das „Presto con sordino" etwa ging keine Nuance verloren, und im „Andante cantabile" kam die herbe Klangschönheit der Viola wunderbar schwerblütig zur Geltung. Aber auch die feinen, hauchzarten Register, die sich wie Seidenfäden ihren Weg ins Ohr bahnen, zieht die Interpretin ungemein subtil, etwa eingangs bei Strawinskys „Elegie" für Solobratsche.

KÖLNISCHE RUNDSCHAU, 9.2.2007 --- Tabea Zimmermann wusste die virtuosen Entfaltungsmöglichkeiten im 5. Streichquartett op. 32 mit spielerischer Brillanz und der ihr eigenen Vitalität zu nutzen, sich aber dennoch in das Ensemblespiel einzuordnen. (...)Was sie jedoch als Virtuosin zu bieten hat, durfte sie nach der Pause in dem Bravourstück „Viola, Viola" von George Benjamin zeigen. Zusammen mit Antoine Tamestit kostete sie die kniffligsten Tricks bravourös aus. Es war ein auch an Lautstärke kaum zu überbietender Knaller, der alle technischen Möglichkeiten der Streichinstrumente ausreizte.

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"Unglaublich, welche expressive Vielfalt die Solistin der farbigen Partitur entlockte, wie differenziert sie ihre Stimme gleichsam zum Sprechen brachte, mit welch eindrücklich grossem Atem sie ihre Linien zusammenfasste und dennoch jedes Detail liebevoll pflegte."
NEUE ZÜRCHER ZEITUNG, 29.9.05